RYLA 2010 Mythos Ruhrgebiet – Kulturhauptstadt 2010

Vom 19. bis 21. Februar fand in der Akademie Mont Cenis in Herne die dritte Auflage des RYLA („Rotary Youth Leadership Award“) – Seminars statt. Die Rotary Clubs Herne und Bochum-Mark hatten bereits im Vorfeld engagierte Jugendliche gesucht, die sich im Hinblick auf eine verantwortungsvolle Tätigkeit im Berufsleben vorbereiten wollen. Dieses Mal machten die 33 Teilnehmer unter dem Motto „Mythos Ruhrgebiet – Kulturhauptstadt 2010“ den Ruhrpott unsicher:

Am Freitag ging es los: Nach ihrem Eintreffen an der Akademie Mont Cenis, hörten die Jugendlichen Vorträge über die Gestaltungsmöglichkeiten von Kultur in der Industriegesellschaft des Ruhrgebiets. Dazu hatten die Rotary-Clubs Herne und Bochum-Mark hochkarätige Referenten geladen: Prof. Dr. Oliver Scheytt, Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, informierte die Zuhörer über Hintergründe und Veranstaltungen. Teilnehmer Stephan Schöneberg zu Scheytts Vortrag: „Seine Präsentation war beeindruckend. Die Dimension des Aufwands, den RUHR.2010 momentan betreibt, war mir gar nicht bewusst“. Außerdem präsentierte Christian Eggert, Geschäftsführer der Künstler- und Veranstaltungsagentur „DACAPO – Kultur Offensiv!“ das Street-Art-Projekt „Urbanatix“ (Tipp: www.urbanatix.de).
Am späten Abend bestiegen die Jugendlichen dann im Schein ihrer Fackeln einen Hochofen im Landschaftspark Duisburg-Nord. In Begleitung eines Führers erfuhren sie Wissenwertes über die alten Industrieanlagen und überblickten die nächtliche Szenerie des Ruhrgebiets aus einer völlig neuen Perspektive.

Am Samstag wurden die Teilnehmer selbst aktiv: In verschiedenen Projektgruppen besuchten sie Orte, an denen sie die Kultur des Ruhrgebiets hautnah erfahren konnten. Unter anderem streiften die Jugendlichen durch die Jahrhunderthalle und das Schauspielhaus in Bochum, das LWL-Museum für Archäologie in Herne oder die Deutsche Arbeitsschutzausstellung in Dortmund. Ihre Erkenntnisse verarbeiteten die Teilnehmer in Präsentationen, an denen sie noch bis tief in die Nacht feilten.

Am Sonntagmorgen stellten die jungen Pottler ihre Ergebnisse dann den geladenen Bochumer und Herner Rotariern, sowie ihren Mitstreitern vor. Heraus kam eine unterhaltsame bunte Mischung aus Vorträgen und kleinen Theaterstücken.

Der Tenor: Das Ruhrgebiet befindet sich in einer Zeit des Wandels. Dieser lässt sich in allen kulturellen Facetten des Ruhrpotts erkennen. Er bedeutet nicht nur Veränderung, sondern gerade für die heranwachsenden Generationen des Ruhrgebiets eine Vielfalt an Chancen, das Ruhrgebiet neu zu gestalten. Das Fundament der Kultur des Ruhrgebiets ist und bleibt jedoch, was man hierzulande „Maloche“ nennt.

Das Seminar wurde auch in diesem Jahr sehr gut von den Jugendlichen angenommen. Das Programm für das kommende Jahr steht bereits weitgehend. RYLA’11 kann kommen!